Inzwischen bin ich wieder zurück in Singapur, und gerade auf Jobsuche. Der Plan ist, jetzt erst mal noch für 2 Monate hier zu bleiben, und dann nach Hause zu fliegen, wahrscheinlich aber auch wieder nach Singapur zurück zu kommen.

Ich werde jetzt hier Bilder von Thailand und Laos posten, und die Vietnam-Bilder in ein paar Tagen folgen lassen.
Also: kurze Rückblende, ich war in Vientiane, als ich das letzte Mal geschrieben habe. Ich habe mich danach entschieden, mit Daniel noch weiter nach Vang Vieng zu fahren, nachdem das nur 3 Stunden von Vientiane ist. Kaum angekommen, hat mich der Belly Bug wieder zu quälen angefangen. Wir haben uns aber trotzdem mal den Ort ein bisschen angeguckt. Vang Vieng ist im Allgemeinen dafür bekannt, dass sich Leute in Traktor-Reifen den Fluss hinuntertreiben lassen, an einem Haufen Bars Zwischenstops machen, an denen es Attraktionen wie Affenschaukeln und Zip-Lines gibt. Naja… wenn man eh nix trinken kann, dann ist es sogar noch komischer als normalerweise, tausende besoffene Touristen auf einem Haufen zu sehen, die versuchen sich durch besonders “gewagte” Sprünge zu übertrumpfen. Kurz, ich fand den Ort eher sehr unangenehm. Es ist eher so ein kleiner Touri-Mikrokosmos, der einen sehen läßt, was der Massentourismus mit Asien macht. Demzufolge war auch Vang Vieng der einzige Ort in Laos, wo die Leute einen als Geld-Esel betrachten und einen (teilweise) auch dementsprechend behandeln.
Von dort aus bin ich dann zurück nach Vientiane, weil ich mich langsam zurück Richtung Bangkok bewegen mußte, da mein Flug von dort ging. Und jetzt, da der Belly Bug nach ungefähr 10 Tagen tatsächlich auch mal aufhörte, hatte ich tatsächlich auch mal Zeit und Muße mir die Stadt anzusehen. Vientiane ist vermutlich die kleinste Hauptstadt in Südost-Asien. Ca. 200.000 Einwohner. Und so wirkt es dann auch. Eine gemütliche Kleinstadt, mit einem Haufen Cafés und Patisserien, vor den Regierungsgebäuden und Denkmälern wird Fußball gespielt, und es ist einfach insgesamt eine nette Atmosphäre, die aber eigentlich auch in nur 2 Tagen schon fast langweilig wird.
Deswegen bin ich dann auch einen Tag früher als geplant über die Grenze, und habe eine Nacht in Nong Khai verbracht, auch ein wunderschönes verschlafenes kleines Örtchen am Mekong, und sehr viel mehr Grün.
Interssanterweise gibt es auf beiden Seiten des Flusses einen Buddha-Park, gegründet von einem ein klein bißchen durchgeknallten Laoten, der sich dazu berufen gefühlt hat, eine neue Religion zu gründen, die Hinduismus und Buddhismus vereint. Er mußte dann 1975 von Laos fliehen, da er von der Regierung verfolgt wurde, ging aber nur nach Nong Khai, und baute dort einen zweiten Buddha-Park, in dem er auch einbalsamiert unter einer Glaskuppel liegt.
Dann bin ich weiter nach Bangkok, habe dort 2 Tage mit Einkaufen verbracht, und bin dann zurück nach Singapur, wo ich auf meinen Bruder gewartet habe, damit wir dann zusammen weiter nach Vietnam könnten. Das alles wird dann aber im nächsten Post erzählt.

“Interessante” Bemerkung am Rande: Im Vietnam-Krieg sind mehr Bomben auf Laos geworfen worden, als auf Vietnam, und die Sprengkraft der Bomben zusammengenommen übertrifft die der Hiroshima- und Nagasaki-Bomben zusammen. Die von der CIA durchgeführten, von u.a. Thailand aus gestarteten, Air America-Missionen (unter ziviler Flagge) hatten den Auftrag, jede Bombe die nicht über Vietnam abgeworfen werden konnte über Laos zu entladen, bevor sie heimkehrten. Dazu kam das Flächenbombardement des Ho-Chi-Minh-Pfads, so dass auch in Laos noch fast jeden Tag Leute von Clustern verstümmelt werden, und fast täglich irgendwo Bomben entschärft werden. Ein Freund hat mir eine Geschichte erzählt, dass, als er in Ponhsavanh war, dort quasi alles aus von Bomben gewonnenen Materialien hergestellt wird (z.B. Suppenschüsseln,…). Das Material ist so wertvoll für die Leute dort, dass sie lieber die Bomben selbst entschärfen, als dass sie das Risiko eingehen, dass die Bombe gesprengt wird.

For the non-german-speakers: I’ll post the Thailand and Laos pictures first, and then in a few days the Vietnam ones.